„Ich würde ja gerne, aber ich habe keine Zeit“ oder „Das mache ich, wenn ich mal mehr Zeit habe“. Wenn hinter diesen Aussagen noch „für dich“ oder „für mich“ steht, bekommt Zeit eine weitere Dimension. Zeit für jemanden oder für sich zu haben hat mit Zuwendung und der Sehnsucht nach Wahrnehmung und Wertschätzung zu tun.
Zeit ist ein kostbares Gut. Was macht Zeit denn so kostbar? Sie ist begrenzt. Ich habe nicht endlos Zeit zur Verfügung, sei es, um manche Dinge zu erledigen oder mein Leben zu leben. Ich habe eine Lebenszeit, die mir geschenkt ist und die mir unzählige Möglichkeiten der Gestaltung bietet. Gerade wenn ein neues Jahr angefangen hat verspüre ich den Wunsch, etwas Neues, etwas Anderes mit meiner Zeit zu machen. Die Freiheit dazu habe ich. Doch ich neige hin und wieder dazu, an alles andere zu denken als an das, was ich gerade tue. Das ist ein echtes Phänomen: Ich sinniere über die Vergangenheit oder stelle mir die Zukunft vor oder denke über die Frage nach: „Was wäre, wenn ...?“
Für mich persönlich wird es immer wichtiger, meine Zeit bewusst wahrzunehmen. Dabei hilft mir der Hinweis „Mind the gap“ auf Deutsch: „Achten Sie auf die Lücke“ oder anders ausgedrückt: „Mach mal Pause“. Dabei helfen mir die geprägten Zeiten des Kirchenjahres. Sie unterstützen mich dabei, meiner Zeit einen besonderen Sinn zu geben. Sei es die Adventszeit, die Weihnachtszeit, die Osterzeit oder die nun bald beginnende Fastenzeit. Sie helfen mit, meine Zeit zu gestalten.
Dabei macht mir die Zusage Jesu besonders viel Mut: